Wie man Japanisch lernt
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Japanisch ist jetzt die vierthäufigste Sprache, die weltweit gelernt wird, und überholte 2025 Deutsch. Egal, ob du Japanisch für Anime, Reisen oder die Arbeit lernen möchtest, du bist Teil von Millionen Lernenden weltweit, die versuchen herauszufinden, wie man Japanisch effektiv lernt.
Aber hier liegt die Herausforderung: Japanisch hat drei Schriftsysteme, komplexe Höflichkeitsstufen und keine Leerzeichen zwischen den Wörtern. Wo soll man überhaupt anfangen?
Dieser Leitfaden zeigt dir genau, wie du Japanisch Schritt für Schritt lernst und wie du noch heute anfangen kannst – selbst wenn du es schon einmal versucht und aufgegeben hast. Egal, ob du Japanisch alleine zu Hause lernst oder Kurse besuchst, dieser anfängerfreundliche Lernplan bringt dich ans Ziel.
Schritt 1: Beherrsche zuerst die japanischen Schriftsysteme
Die Grundlage des Japanischen sind seine drei Schriftsysteme. Überspringe diesen Schritt nicht – alles andere baut darauf auf.
Hiragana (Woche 1-2)
Hiragana hat oberste Priorität. Diese 46 Zeichen repräsentieren jeden Laut im Japanischen und werden für Grammatik, einheimische Wörter und alles verwendet, wofür es kein Kanji gibt.
Wie du es lernst:
- Nutze Tofugu’s Hiragana Guide – kostenlos und mit Eselsbrücken
- Übe mit Karteikarten (Anki oder Quizlet)
- Schreibe jedes Zeichen mindestens 10 Mal von Hand
Ziel: Alle 46 Hiragana innerhalb von 2 Wochen lesen und schreiben können.
Katakana (Woche 2-3)
Katakana hat die gleichen Laute wie Hiragana, wird aber für Fremdwörter, Markennamen und zur Betonung verwendet. Du wirst es überall sehen: コンピュータ (computer), アプリ (app), カフェ (cafe).
Gleiche Methode – Eselsbrücken plus Wiederholung. Eine weitere Woche sollte ausreichen.
Kanji (fortlaufend)
Kanji sind chinesische Schriftzeichen, die für Inhaltswörter verwendet werden. Es gibt etwa 2.000 gebräuchliche Kanji (die 常用漢字-Liste), aber keine Panik – du lernst sie nach und nach.
Intelligenter Ansatz:
- Lerne Kanji durch Vokabeln, nicht isoliert
- Beginne mit den 300-400 gebräuchlichsten Kanji
- Verwende WaniKani oder die Heisig-Methode (Remembering the Kanji)
- Konzentriere dich zuerst auf die Bedeutung, dann auf die Lesungen
Wichtige Erkenntnis: Japanische Kanji haben oft mehrere Lesungen. Lerne die Lesungen durch echte Vokabeln, nicht durch Auswendiglernen von Tabellen.
Beispiel: 日 durch Vokabeln lernen
| Kanji | Vokabel | Lesung | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| 日 | 日本 | にほん | Japan |
| 日 | 今日 | きょう | heute |
| 日 | 日曜日 | にちようび | Sonntag |
| 日 | 毎日 | まいにち | jeden Tag |
Siehst du, wie ein Kanji verschiedene Lesungen hat? Durch das Lernen von Wörtern nimmst du die Muster ganz natürlich auf.
Schritt 2: Baue strategisch einen Grundwortschatz Japanisch auf
Gute Nachricht: Du brauchst nur etwa 2.000 gebräuchliche Wörter, um 80% des Alltagsjapanisch zu verstehen.
Lerne Wörter im Kontext, nicht isoliert
❌ Lerne nicht einfach: 時間 = Zeit
✅ Lerne es in Wendungen:
- 時間がない (Ich habe keine Zeit)
- 時間通り (pünktlich)
- 時間を無駄にする (Zeit verschwenden)
So verwenden Muttersprachler die Wörter tatsächlich.
Beste Tools für Vokabeln:
- Anki — kostenlos, nutzt Spaced Repetition, funktioniert offline
- Renshu — maßgeschneiderte Lernpfade für JLPT-Stufen
- WaniKani — kombiniert Kanji- und Vokabellernen
So sieht eine gute Anki-Karte aus:
Vorderseite: 食べる
Rückseite: たべる — essen (ru-Verb)
Beispiel: 朝ごはんを食べる (Ich esse Frühstück)
Enthalten immer: Lesung, Bedeutung, Wortart und einen Beispielsatz. Dieser Kontext hilft, das Wort zu behalten.
Vokabel-Meilensteine:
- 500 Wörter: In Basissituationen überleben
- 1.000 Wörter: Einfache Gespräche führen
- 2.000 Wörter: Alltagssituationen problemlos meistern
- 10.000 Wörter: Romane und Nachrichten problemlos lesen
Schritt 3: Lerne japanische Grammatik durch Struktur
Anders als im Englischen stehen im Japanischen die Verben am Satzende und Partikeln markieren die grammatikalischen Beziehungen. Sobald du das verstanden hast, ergibt alles Sinn.
Beginne mit einem strukturierten Lehrbuch
Wähle eine und bleibe dabei:
- Genki I & II — Am beliebtesten, klare englische Erklärungen
- Minna no Nihongo — Wird in japanischen Sprachschulen verwendet, immersiver Ansatz
Zentrale Grammatik-Konzepte, die du zuerst beherrschen solltest:
Partikeln — Diese kleinen Wörter markieren Beziehungen:
- は (wa) — Themapartikel: 私は学生です (Ich bin Student)
- が (ga) — Subjektpartikel: 雨が降っている (Es regnet)
- を (wo) — Objektpartikel: 本を読む (Ein Buch lesen)
- に (ni) — Ziel/Zeit: 東京に行く (Nach Tokio gehen)
- で (de) — Ort der Handlung: カフェで勉強する (Im Café lernen)
Verbkonjugationen — Japanische Verben ändern ihre Form. So wird 食べる (essen) konjugiert:
| Form | Informell | Höflich | Verwendung |
|---|---|---|---|
| Präsens | 食べる | 食べます | Ich esse / Ich werde essen |
| Vergangenheit | 食べた | 食べました | Ich aß |
| Negativ | 食べない | 食べません | Ich esse nicht |
| Te-Form | 食べて | — | Sätze verbinden, Bitten |
Sobald du dieses Muster für ein Verb gelernt hast, kannst du es auf Hunderte andere anwenden.
Online-Grammatikressourcen:
- Bunpro — SRS für Grammatikpunkte
- Imabi — Umfassender kostenloser Grammatikleitfaden
- Tae Kim’s Grammar Guide — Klassische kostenlose Ressource
Solltest du Unterricht nehmen oder Japanisch selbst lernen?
Du kannst heute absolut Japanisch im Selbststudium lernen:
- Selbststudium ist großartig, wenn du motiviert bist und gerne in deinem eigenen Tempo arbeitest.
- Unterricht hilft, wenn du Struktur und Verbindlichkeit brauchst.
Ein guter Mittelweg:
- Verwende ein Lehrbuch + Online-Ressourcen für Struktur
- Ergänze Online-Tutoren (italki) 1–2 Mal pro Woche für Feedback und Sprechen
- Nutze KI-Übersetzungstools, um Sätze schnell zu überprüfen und Blockaden zu lösen
Schritt 4: Trainiere dein Hörverständnis mit verständlichem Input
Du kannst Japanisch nicht verstehen lernen, indem du nur Lehrbücher liest. Du musst echtes Japanisch hören – aber auf einem Niveau, das du größtenteils verstehst.
Starte einfach
Komplette Anfänger:
- NHK World Easy Japanese — Kostenlose Lektionen mit Audio
- Peppa Pig auf Japanisch (wirklich, es funktioniert)
- JapanesePod101 — Strukturierte Audio-Lektionen
Nach ein paar Monaten:
- Anime mit japanischen Untertiteln (nicht Englisch!) — musst du Untertitel übersetzen? Wir haben einen Leitfaden dafür
- Japanische Dramen auf Netflix
- YouTube-Kanäle wie Comprehensible Japanese
- Podcasts: Nihongo Con Teppei (anfängerfreundlich, komplett auf Japanisch)
Der Schlüssel: Wähle Inhalte, die dir wirklich gefallen
Wenn du gerne kochst, sieh dir japanische Kochvideos an. Wenn du gerne spielst, spiele Spiele auf Japanisch. Motivation ist wichtiger als „optimale“ Inhalte.
Schritt 5: Fang früh an zu sprechen (auch wenn es beängstigend ist)
Die meisten denken: „Ich warte, bis ich besser bin, bevor ich spreche.“
Großer Fehler. Du wirst besser DURCH das Sprechen, nicht davor.
Shadowing-Übung (10 Minuten am Tag)
Shadowing ist der schnellste Weg, die Aussprache zu verbessern:
- Finde einen kurzen Audioclip (30–60 Sekunden)
- Einmal anhören
- Nochmals abspielen und gleichzeitig mitsprechen
- Wiederholen, bis du Rhythmus und Intonation nachahmen kannst
Das trainiert deine Mundmuskulatur und hilft beim Pitch-Akzent.
Pitch-Akzent: Warum er wichtig ist
Im Gegensatz zum Englischen (das Betonung verwendet), benutzt Japanisch Tonhöhenmuster — deine Stimme wird bei verschiedenen Silben höher oder tiefer.
Beispiel: はし (hashi)
| Wort | Tonhöhenmuster | Bedeutung |
|---|---|---|
| はし | HA-shi (hoch-tief) | Essstäbchen 箸 |
| はし | ha-SHI (tief-hoch) | Brücke 橋 |
Du musst das nicht sofort meistern, aber früh dein Gehör zu trainieren verhindert schlechte Gewohnheiten. Ressourcen wie OJAD (Online Japanese Accent Dictionary) zeigen Tonhöhenmuster für jedes Wort.
Praktischer Tipp: Achte beim Shadowing auf das Steigen und Fallen der Stimme des Sprechers, nicht nur auf die Wörter.
Wie man das Sprechen übt:
- italki — Buche Tutoren für $10-20/Stunde
- HelloTalk — Kostenlose Sprachaustausch-App
- Tandem — Finde Gesprächspartner
Schon 10 Minuten Sprechpraxis täglich sind besser als 3 Stunden einmal pro Woche.
Schritt 6: Lesen und Schreiben zur Festigung
Lesen festigt alles – Wortschatz, Grammatik und Kanji-Erkennung. Schreiben zwingt dich dazu, selbst zu produzieren, nicht nur zu erkennen.
Gestufte Lese-Ressourcen:
- Satori Reader — Geschichten mit integriertem Wörterbuch und Grammatikerklärungen
- NHK News Web Easy — Vereinfachte Nachrichten mit Furigana
- Tadoku graded readers — Gedruckte Bücher für verschiedene Niveaus
Schreibpraxis:
- Schreibe 3-5 Sätze über deinen Tag auf Japanisch
- Füge sie in OpenL ein und vergleiche die Übersetzung Japanisch → deine Muttersprache, um Fehler zu erkennen
- Nutze LangCorrect — Muttersprachler korrigieren dein Schreiben kostenlos
- Führe ein einfaches japanisches Tagebuch
Wenn du Japanisch für die Arbeit lernst, sieh dir unseren Leitfaden zum professionellen Übersetzen von Geschäftsemails an.
Allmählich steigern:
Nach 6-12 Monaten versuche:
- Manga (beginne mit Slice-of-Life-Genres)
- Light Novels
- Visual Novels (Spiele mit viel Text)
- PDF-Dokumente auf Japanisch — lerne zu übersetzen und das Format beizubehalten
Schritt 7: Lerne jeden Tag Japanisch (Beständigkeit schlägt Intensität)
Hier ist die Wahrheit: Die meisten scheitern nicht, weil Japanisch schwer ist, sondern weil sie aufgeben.
Das Geheimnis? Kleine tägliche Übung schlägt große, gelegentliche Lerneinheiten.
15-30 Minuten jeden einzelnen Tag sind besser als 3 Stunden einmal pro Woche.
Beispiel für einen täglichen Lernplan:
| Zeit | Aktivität | Dauer |
|---|---|---|
| Morgen | Anki-Karteikarten wiederholen | 10 Min |
| Pendeln | Japanischen Podcast anhören | 15 Min |
| Mittag | Ein YouTube-Video auf Japanisch ansehen | 10 Min |
| Abend | Anime mit japanischen Untertiteln schauen | 20 Min |
| Vor dem Schlafengehen | 3 Sätze schreiben + neue Wörter wiederholen | 10 Min |
| Gesamt | 65 Min |
Passe es an deinen Zeitplan an. Selbst 30 Minuten, auf den Tag verteilt, funktionieren.
Der „Habit Stacking“-Trick:
Verbinde Japanisch mit etwas, das du bereits tust:
- Nach dem Zähneputzen → 10 Karteikarten wiederholen
- Beim Kaffeekochen → 5 Minuten Japanisch anhören
- Vor dem Schlafengehen → Eine Seite eines Graded Readers lesen
Fange klein an. Selbst 5 Minuten zählen. Das Ziel ist, keinen Tag auszulassen.
Wie man mit KI-Tools Japanisch lernt (ohne zu schummeln)
KI-Tools können dein Japanischlernen entweder enorm beschleunigen oder dich faul machen. Der Unterschied liegt darin, wie du sie nutzt.
Verwende einen Übersetzer wie OpenL, um:
- Zu prüfen, ob deine japanischen Sätze natürlich klingen — Schreibe einen Satz, übersetze ihn zurück und prüfe, ob er deiner Absicht entspricht
- Schwierige Sätze zu verstehen — Füge ein verwirrendes Manga-Panel oder einen Nachrichtensatz ein, um eine klare Übersetzung zu erhalten
- Zu lernen, wie Höflichkeit funktioniert — Sieh dir an, wie です/ます-Formen und Keigo (敬語) unterschiedlich übersetzt werden
- Nuancen zu vergleichen — Dasselbe Wort, verschiedene Kontexte? OpenL zeigt dir die Unterschiede
Vermeide:
- ❌ Ganze Lehrbücher zu übersetzen und zu versuchen, die Übersetzungen zu „lernen“
- ❌ KI-generiertes Japanisch ohne sorgfältiges Lesen zu kopieren und einzufügen
- ❌ Übersetzungen als Ersatz für echtes Lernen zu verwenden
Die richtige Einstellung: Betrachte OpenL als einen smarten Coach, der dein Verständnis überprüft, nicht als Krücke. Rate zuerst selbst die Bedeutung, dann nutze OpenL, um deine Intuition zu überprüfen und zu verfeinern. So baust du echte Sprachkenntnisse auf.
📅 Deine ersten 12 Monate Japanisch lernen: Was zu tun ist
Dieser 12-monatige Japanisch-Lernplan ist für Anfänger konzipiert, die Japanisch selbstständig zu Hause lernen. Passen Sie das Tempo an Ihre verfügbare Zeit an.
Monate 1-2: Grundlagen
- Beherrschen: Alle Hiragana und Katakana
- Lernen: 100-200 grundlegende Vokabeln
- Starten: Die ersten 50-100 Kanji
- Ziel: Einfache Sätze ohne Romaji lesen können
Monate 3-4: Grundgrammatik
- Abschließen: Genki I oder gleichwertiges Lehrwerk
- Lernen: 200-300 Kanji, 500+ Vokabeln
- Üben: Einfaches Hörverstehen mit Anfängerinhalten
- Ziel: Sich vorstellen, Essen bestellen, nach dem Weg fragen
Monate 5-6: Sprechen beginnt
- Hinzufügen: Tägliches Shadowing-Training
- Starten: Erste Konversationssitzungen (italki/HelloTalk)
- Fortsetzen: Grammatikfortschritt, 400+ Kanji
- Ziel: Einfache 5-minütige Unterhaltung führen
Monate 7-9: Input erweitern
- Lesen: Graded Readers, NHK Easy News
- Schauen: Anime/Drama mit japanischen Untertiteln
- Aufbauen: 500+ Kanji, 1.500+ Vokabeln
- Ziel: Das Wesentliche von Inhalten für Muttersprachler verstehen
Monate 10-12: Festigung
- Vorbereiten: JLPT N5 oder N4 (optional, aber motivierend)
- Üben: Regelmäßige Konversationssitzungen
- Lesen: Einfache Manga, Kinderbücher
- Ziel: Sichere Grundkonversation, einfache Texte lesen
Verständnis der JLPT-Stufen
Der JLPT (Japanese Language Proficiency Test) hat 5 Stufen:
- N5–N4: Grundgrammatik und Alltagsgespräche
- N3: Sicheres Japanisch für den Alltag
- N2: Japanisch für Beruf und Arbeit
- N1: Fortgeschrittenes akademisches und professionelles Japanisch
Die meisten Lernenden können mit konsequentem Selbststudium innerhalb von 12 Monaten das Niveau N4 erreichen.
❌ Fehler, die Sie vermeiden sollten
Häufige Stolpersteine und wie man sie behebt:
| Fehler | Warum es schadet | Lösung |
|---|---|---|
| Im Romaji bleiben | Du kannst kein echtes Japanisch lesen; dein Gehirn passt sich nicht an | Wechsle in Woche 1 zu Hiragana/Katakana |
| Nur „Eintauchen“ ohne Lernen | Unverständlicher Input wird nicht magisch verständlich | Lerne zuerst Grammatik/Vokabeln, dann tauche ein |
| Warten, bis man „bereit“ ist zu sprechen | Du wirst dich nie bereit fühlen; Sprechfähigkeit kommt durchs Sprechen | Beginne ab Monat 3 mit Konversationspraxis |
| Kanji isoliert auswendig lernen | Du lernst Lesungen, kannst sie aber nicht in Wörtern anwenden | Lerne Kanji immer durch Vokabeln |
| Lernmarathon, dann aufhören | Gedächtnis funktioniert durch Wiederholung über Zeit, nicht durch Pauken | 15 Min. täglich sind besser als 3 Std. wöchentlich |
| Pitch-Akzent ignorieren | Schlechte Gewohnheiten werden dauerhaft; Muttersprachler merken es | Trainiere dein Gehör ab Tag eins |
| Nur eine Ressource verwenden | Verschiedene Fähigkeiten brauchen verschiedene Werkzeuge | Kombiniere Lehrbuch + SRS + Sprechen + Input |
| Alles im Kopf übersetzen | Verlangsamt dich; verhindert natürliches Verständnis | Übe, direkt auf Japanisch zu denken |
| Perfektionismus | Angst vor Fehlern verhindert Übung | Sieh Fehler als Lernchance |
Mach stattdessen Folgendes:
- ✅ Verwende Kana ab Tag eins
- ✅ Balanciere Input (Hören/Lesen) mit Lernen (Grammatik/Vokabeln)
- ✅ Beginne innerhalb der ersten Monate zu sprechen
- ✅ Lerne Kanji durch Wörter, nicht isoliert
- ✅ Übe jeden Tag ein bisschen
- ✅ Trainiere dein Gehör früh für Pitch-Muster
- ✅ Mache Fehler — so lernst du
🛠️ Unverzichtbare Tools (Alles, was du wirklich brauchst)
Kostenlose Ressourcen:
- Anki — Beste Karteikarten-App
- Tofugu — Umfassender Lernleitfaden
- NHK Easy News — Vereinfachte japanische Nachrichten
- HelloTalk — Sprachaustausch
- Jisho — Bestes Japanisch-Englisch-Wörterbuch
Es lohnt sich zu bezahlen:
- WaniKani (9 $/Monat) — Kanji + Vokabeln
- italki (10–20 $/Stunde) — Private Nachhilfelehrer
- Bunpro (5 $/Monat) — Grammatik-SRS
- Genki Lehrbücher (~50 $) — Strukturiertes Lernen
Du brauchst keinen riesigen Stapel an Apps. Mit einer SRS-App (Anki), einem Lehrbuch, einer Konversationsplattform und einem guten KI-Übersetzer hast du alles, was du brauchst, um von Null bis zu Konversationsniveau in Japanisch zu kommen.
💪 Wenn du dich festgefahren fühlst
Problem: „Ich verstehe Japanisch, kann aber nicht sprechen“
- Lösung: Erhöhe deine Output-Praxis. Zwinge dich, mehr zu sprechen, auch wenn es nur mit dir selbst ist.
Problem: „Ich vergesse ständig Kanji“
- Lösung: Lerne Kanji durch Vokabeln. Nutze Eselsbrücken. Wiederhole mit Spaced Repetition.
Problem: „Ich verstehe Muttersprachler nicht“
- Lösung: Dein Input-Level ist zu hoch. Gehe zu einfacheren Inhalten zurück. Shadowing hilft, die Lücke zu überbrücken. Wenn ein Satz dich völlig überfordert, nutze einen KI-Übersetzer für eine klare Übersetzung und höre ihn dann mit diesem Verständnis erneut an.
Problem: „Ich habe das Gefühl, keine Fortschritte zu machen“
- Lösung: Mache einen JLPT-Probetest. Vergleiche dich mit deinem Stand von vor 3 Monaten, nicht mit Muttersprachlern.
Jeder steckt mal fest. Das ist normal. Übe einfach weiter.
🎯 Woran du erkennst, dass du besser wirst
Nach 1 Monat:
- Du kannst alle Hiragana und Katakana lesen
- Du erkennst gängige Wörter in Anime/Liedern
Nach 3 Monaten:
- Du verstehst grundlegende Satzstrukturen
- Du kannst dich vorstellen und einfache Gespräche führen
Nach 6 Monaten:
- Du kannst ein einfaches Gespräch führen
- Du verstehst den Kern von einfachen, authentischen Inhalten
Nach 12 Monaten:
- Du kannst NHK Easy News problemlos lesen
- Du kannst 15–20-minütige Gespräche führen
- Du erkennst 500+ Kanji im Kontext
Anzeichen dafür, dass du wirklich Fortschritte machst:
- Du denkst einige Wörter auf Japanisch
- Du bemerkst Fehler in den Untertiteln
- Du verstehst manchmal Witze
- Sprechen fühlt sich weniger anstrengend an
✨ Dein erster Schritt (Mach das heute)
Lies das nicht einfach und tu nichts. Wähle JETZT EINE Sache aus:
- Lerne die ersten 10 Hiragana-Zeichen
- Lade Anki herunter und füge 10 Vokabelkarten hinzu
- Schau ein 5-minütiges Anfänger-Video auf Japanisch
- Ändere die Sprache deines Handys auf Japanisch
- Finde ein japanisches Lied und suche die Liedtexte heraus
Das war’s. Nur eine kleine Aktion heute.
Und morgen machst du wieder eine kleine Sache.
So lernst du Japanisch.
Abschließende Worte: Du schaffst das
Japanisch zu lernen ist keine Zauberei. Du bist nicht zu alt, zu beschäftigt oder zu schlecht in Sprachen.
Jede Person, die heute fließend Japanisch spricht, war einmal ein Anfänger wie du. Sie waren verwirrt von Kanji, hatten Probleme mit Partikeln und haben alles falsch ausgesprochen.
Der einzige Unterschied? Sie haben nicht aufgegeben.
Du musst nicht perfekt sein. Du musst nicht stundenlang lernen. Du musst nur:
- Jeden Tag ein bisschen üben
- Echtes Japanisch verwenden (nicht nur Lehrbücher)
- Sprechen, auch wenn du Angst hast
- Weitermachen, auch wenn es schwer ist
Schon bald wirst du eine Anime-Folge schauen und merken, dass du sie ohne Untertitel verstanden hast. Du wirst ein Schild in Japan lesen und genau wissen, was es bedeutet. Du wirst ein Gespräch führen und merken, dass du nicht im Kopf übersetzt hast.
Fang heute an. Dein zukünftiges Ich wird dir danken.
FAQ: Häufige Fragen zum Japanischlernen
Wie lange dauert es, Japanisch zu lernen?
Für die meisten Lernenden, die 1–2 Stunden am Tag lernen, dauert es etwa 1–2 Jahre bis zu Konversationsniveau (ungefähr JLPT N4–N3). Wenn du konsequent 30 Minuten am Tag lernst, rechne mit 2–3 Jahren. Das Wichtigste ist die Beständigkeit — 15 Minuten täglich sind besser als 3 Stunden einmal pro Woche.
Kann ich Japanisch alleine zu Hause lernen?
Ja. Viele Lernende erreichen durch Selbststudium mit Lehrbüchern (wie Genki), Online-Ressourcen, SRS-Karteikarten und KI-Übersetzungstools die Sprachflüssigkeit. Das Einzige, worauf du nicht verzichten kannst, ist Sprechpraxis – nutze Online-Tutoren oder Sprachaustausch-Apps.
Ist Japanisch wirklich schwieriger als andere Sprachen?
Das Schriftsystem und die Kanji sind anspruchsvoller als bei europäischen Sprachen, aber die japanische Grammatik ist sehr regelmäßig – kein Genus, keine Artikel und einfachere Verbkonjugationen als in vielen anderen Sprachen. Mit einem klaren Lernplan und täglichen Gewohnheiten ist es absolut machbar.
Muss ich Kanji lernen, um Japanisch zu sprechen?
Du kannst mit nur Hiragana und Katakana anfangen zu sprechen. Aber um Menüs, Schilder, Webseiten und Nachrichten zu lesen, brauchst du Kanji. Dieser Leitfaden zeigt dir, wie du Kanji über Vokabeln lernst, was effizienter ist als das Auswendiglernen einzelner Zeichen.
Was ist die beste App, um Japanisch zu lernen?
Es gibt keine einzige „beste“ App – verschiedene Tools erfüllen unterschiedliche Zwecke. Nutze Anki für Vokabeln, WaniKani für Kanji, Bunpro für Grammatik und italki für das Sprechen. Ergänze ein KI-Übersetzungstool, um dein Verständnis zu überprüfen und reale Inhalte zu übersetzen.
Was ist der schnellste Weg, Japanisch zu lernen?
Es gibt keine magische Abkürzung, aber der schnellste Weg ist: Lerne sofort Hiragana/Katakana, beginne mit Kanji über Vokabeln (nicht isoliert), höre täglich Japanisch und fange innerhalb von 2-3 Monaten an zu sprechen. Nutze KI-Übersetzungstools, um schwierige Sätze schnell zu verstehen, ohne stecken zu bleiben. Die Struktur dieses Leitfadens ist auf Geschwindigkeit optimiert, ohne die Behaltensleistung zu opfern.
Brauchst du Hilfe bei der japanischen Übersetzung?
In diesem Leitfaden hast du gesehen, wie wichtig es ist, echtes Japanisch zu lesen, zu hören und zu schreiben. Ein guter Übersetzer ersetzt diese Arbeit nicht – er hilft dir, dein Verständnis zu überprüfen, schneller weiterzukommen und aus echten Sätzen zu lernen.
OpenL Japanese Translator verwendet fortschrittliche KI, um präzise und natürlich klingende Übersetzungen zwischen Japanisch und über 100 anderen Sprachen zu liefern.
Perfekt für Lernende, die:
- überprüfen möchten, ob ihr japanisches Tagebuch oder ihre Hausaufgaben natürlich klingen
- schwierige Grammatik oder Nuancen in authentischen Materialien verstehen wollen
- höfliches mit umgangssprachlichem Japanisch im Kontext vergleichen möchten
- peinliche Fehler in Nachrichten oder Social-Media-Posts vermeiden wollen
Egal, ob Sie Geschäfts-E-Mails, Untertitel oder PDF-Dokumente übersetzen – OpenL bewahrt Kontext und Nuancen, die generische Übersetzer übersehen.


